Die Theorien des Spiels (SS 2007)
Das Phänomen “Spiel” finden wir bei bei allen Völkern und in jeder kulturellen Epoche. Spätestens seit der Aufklärung werden in den Wissenschaften immer wieder Bemühungen unternommen, dem Spiel neue theoretische Seiten abzugewinnen. Ältere Theorien wurden interessanterweise selten überholt, sondern oftmals lediglich “beiseite gelegt” und enthalten trotz ihres Alters auch heute noch treffende Überlegungen.
In diesem Seminar soll die Theoriegeschichte des Spiels verfolgt und verglichen werden. Dabei wird Bezug auf aktuelle Fragen, insbesondere in Hinsicht auf das Medium “Computerspiel”, genommen.
Die Semiotik des Videospiels (WS 2006/2007)
Symbole erhalten ihre Bedeutung nicht von Natur aus, sondern Menschen bilden sie anhand eines Interpretationsprozesses, in dessen Rahmen wiederum auf spezifische Bedeutungshorizonte zurückgegriffen wird. In diesem Seminar soll vorrangig der Frage nachgegangen werden, inwiefern auch Videospiele spezifische Bedeutungshorizonte enthalten und über spezielle, ihnen eigene Zeichensysteme verfügen. Kurz: ob, analog z.B. zur Filmsprache, auch so etwas wie “Videospielsprache” existiert oder im Entstehungsprozess begriffen ist, wie sie sich äußert, und ob sie von den Menschen bereits beherrscht wird.
Schwerpunkt ist weniger die Vermittlung etablierter Theorien, sondern vielmehr das durchaus experimentelle Anwenden verschiedenster interdisziplinärer Beiträge auf das Medium Computerspiel. Die Frage “Was bedeutet das für pädagogisches Handeln / Denken / Bewerten” ist dabei gleichermaßen der rote Faden wie der pädagogische Bezug.
Im letzten Drittel der Veranstaltung sollen die erarbeiteten Theoriebeiträge auf die Praxis angewendet werden. Das kann beispielsweise in Form einer Untersuchung eines Spiels, oder einer Befragung von Spielern oder Gamedesignern erfolgen.